Ein Schmutzfilm der sich gleichmäßig aufbaut fällt nicht auf. Die Anlage läuft — nur schlechter. Ein Kunde in Leverkusen ließ seine Photovoltaikanlage nach zwei Jahren erstmals reinigen. Danach: 9 % mehr Ertrag. Der Rückgang war so gleichmäßig gewachsen, dass er im Monitoring unbemerkt blieb.
Was Verschmutzung mit PV-Anlagen macht
Staub, Pollen, Vogelkot und Feinstaub bilden auf den Modulen eine dünne, gleichmäßige Schicht. Das Problem: Gleichmäßige Verschmutzung fällt dem Monitoring kaum auf. Der Rückgang passiert langsam, über Monate.
9 % Ertragsrückgang bei einer 10-kWp-Anlage bedeuten je nach Standort 100 bis 200 kWh weniger pro Jahr. Bei aktuellen Einspeisevergütungen eine messbare Summe — die durch eine Reinigung zurückgeholt werden kann.
Stadtlagen verschmutzen schneller: mehr Feinstaub, mehr Pollen, mehr Vogelkot. Anlagen auf dem Land mit wenig Baumbestand in der Nähe etwas langsamer. Flachdachanlagen unter 15° Neigung sammeln mehr Schmutz als steile Dachanlagen, weil Regen sie nicht reinigt.
Wann Reinigung sich rechnet
Als Faustregel: Bei Anlagen die seit über 12 Monaten nicht gereinigt wurden, amortisiert sich die Reinigung in der Regel innerhalb einer Saison.
Für Stadtlagen empfehlen wir einmal jährlich. Für ländliche Standorte mit günstiger Neigung alle 18 bis 24 Monate. Monitoring-Daten helfen, den richtigen Zeitpunkt zu finden: Wenn der spezifische Ertrag pro kWp gegenüber dem Vorjahr zurückgeht, ist Reinigung wahrscheinlich fällig.
Wie wir reinigen
Wir arbeiten mit entmineralisiertem Wasser und weichen Bürsten — keine Hochdruckreiniger, keine Reinigungsmittel. Hochdruck greift die Beschichtung an und kann die Herstellergarantie gefährden. Aggressive Mittel hinterlassen Rückstände die die Lichtdurchlässigkeit weiter reduzieren.
Entmineralisiertes Wasser verdunstet rückstandsfrei. Das ist die Standardmethode im Gewerbebereich — und die einzige, die keine Folgeschäden riskiert.
Wann wir nicht passen
Für Kleinstanlagen unter 5 kWp auf Einfamilienhäusern: Der Aufwand steht oft nicht im Verhältnis. Viele Eigentümer können solche Anlagen selbst reinigen — mit dem richtigen Wasser und einem weichen Mopp.
Für Freiflächen-Großanlagen: Das ist ein separates Leistungssegment. Bitte kontaktieren Sie uns direkt für eine individuelle Kalkulation.
Quellen
- Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme — Forschung zu Ertragseinflüssen bei Photovoltaik
- Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie — Fachverband mit Empfehlungen zur PV-Wartung
Ihre Fragen — unsere Antworten
Wie oft sollte eine PV-Anlage gereinigt werden?
Als Richtwert: einmal jährlich für Stadtlagen, alle 18 bis 24 Monate für ländliche Standorte mit günstiger Neigung. Monitoring-Daten geben den präzisesten Hinweis.
Kann die Reinigung die Garantie gefährden?
Falsche Reinigungsmittel oder Hochdruckreiniger können das. Wir arbeiten mit entmineralisiertem Wasser und weichen Bürsten — garantieschonend laut Herstellerrichtlinien.
Wie lange dauert die Reinigung einer normalen Hausanlage?
10 kWp auf einem Schrägdach: typisch 2 bis 4 Stunden inklusive An- und Abfahrt. Abhängig von Dachform, Zugänglichkeit und Verschmutzungsgrad.
Reinigen Sie auch große Freiflächen-PV-Anlagen?
Freiflächen-Großanlagen sind ein separates Leistungssegment. Kontaktieren Sie uns direkt für eine individuelle Kalkulation.
